Das Gutachten des Landgerichts Itzehoe im Beweissicherungsverfahren zur Feststellung der Schäden an den Aufzügen der Fußgängerbrücke und deren Ursachen wurde erstellt und liegt der Verwaltung vor.

Inhaltlich kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass die Schäden an den technischen Anlagen der Aufzüge auf übermäßigen Feuchtigkeitseintrag durch Nutzer zurückzuführen sind. Die Anlagen sind weder ausreichend gegen den Feuchtigkeitseintrag geschützt, noch sind Vorkehrungen berücksichtigt worden, die einen zügigen Abtransport der eingebrachten Feuchtigkeit gewährleisten.

Die Kosten der Instandsetzung der Anlagen betragen in etwa 25.000,- Euro. Wir bemängeln jedoch, dass die erforderlichen Maßnahmen und Kosten um einen künftigen Feuchtigkeitseintrag zu verhindern und ein Abtrocknen zu ermöglichen nicht aufgeführt wurden. Ohne diese Maßnahmen ist jedoch trotz Instandsetzung kurz– bis mittelfristig mit einer wiederkehrenden Schadenssituation zu rechnen.

Es ist zu befürchten, dass sich das Verfahren noch Monate bis Jahre bezüglich Verursacherfeststellung und Kostenverantwortlichkeit hinziehen könnte.

Für uns ist ein weiterer Stillstand der Anlage nicht mehr hinnehmbar. In der heutigen Sitzung des Bau-und Planungsausschusses werden wir darauf verweisen, dass die Anlage soweit Instand zu setzen ist, dass eine Inbetriebnahme wieder möglich ist.

Da die Stadt in Vorlage tritt trägt sie das Risiko, dass sich im weiteren Verfahren Umstände ergeben könnten, die einen Regressanspruch verhindern. In diesem Fall gehen die Kosten dauerhaft zu Lasten der Stadt.

Dieser Umstand ist für uns jedoch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. „Wir müssen endlich etwas tun und die Barrierefreiheit wieder herstellen“. Im Bauausschuss im Oktober soll das Thema nun weiter vertieft und ein Sanierungsplan erstellt werden, damit noch im Herbst die Fahrstühle wieder in Bewegung gesetzt werden können.