Die Uetersener Nachrichtren berichten am 29.07.20011 (Sylvia Kaufmann):

Mehr Infos zur Fusion
Befragung: Bürger unentschlossen / CDU will Chancen aufzeigen
Tornesch. Im September wollen die Christdemokraten aus Tornesch und Uetersen zu einem gemeinsamen Bürgerstammtisch einladen, in dessen Mittelpunkt stehen soll, wie die Zukunft der Region Tornesch und Uetersen aussehen könnte, wenn beide Kommunen fusionieren würden. „Wir werden eine kompetente Persönlichkeit einladen, die den Bürgern nahe bringen kann, welche Chancen das Zusammengehen beider Kommunen für die Zukunft bietet“, so Manfred Irgens, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Tornesch.

Denn die Bürgerbefragung der Tornescher Christdemokraten am 9. Juli an Infoständen vor dem Rewe-Markt und auf dem Parkplatz vor den Stadtwerken und dem Aldi-Markt (wir berichteten) hat ergeben, dass den Bürgern Informationen fehlen, um sich eine Meinung bilden zu können. Angesprochen wurden etwa 200 Bürgerinnen und Bürger. 160 haben die Flyer mit den Grundgedanken der Tornescher CDU zur Fusion nicht nur in die Hand genommen, sondern haben auch die Möglichkeit genutzt, die gestellten Fragen zur Fusion zu beantworten. Die Auswertung hat ergeben, dass sich 30 Prozent der Befragten für eine Fusion und 42 Prozent dagegen ausgesprochen haben. Am Stand im Ortszentrum brachten 29 Prozent der Befragten zum Ausdruck, dass sie unentschlossen sind, weil ihnen Informationen zu wirtschaftlichen, infrastrukturellen oder kulturellen Vorteilen durch eine Fusion fehlen würden.

Am Stand des Rewe-Marktes wurden die Unentschlossenen nicht erfasst, aber auch dort stellten die Christdemokraten fest, dass die Bürger für ihr „Für“ oder „Wider“ Informationen brauchen. „Wir müssen in den drei Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Kultur für einen Zeitraum von etwa zehn Jahren Aussagen treffen, wie sich eine gemeinsame Stadt und wie sich Tornesch und Uetersen getrennt im Umfeld der Metropole Hamburg entwickeln würden“, so Manfred Irgens.

Er ist sich sicher, dass eine gemeinsame Kommune bessere Chancen, Entwicklungsmöglichkeiten und eine größerer Durchsetzungsfähigkeit beispielsweise bei der Ansiedlung von Unternehmen und der Zuganbindung habe. Zu viel Lokalpatriotismus sei fehl am Platz, wenn es um Arbeitsplätze und um Vorteile des Lebens und Wohnens im Umfeld der Metropole Hamburg gehe, so Irgens.

Uetersen und Tornesch würden eine Menge an wirtschaftlichem, kulturellem und geschichtlichem Hintergrund mitbringen, die Identifikation damit würde bei einer Fusion nicht zerstört. „Warum sollten wir nicht drei Feuerwehren haben, die aber gemeinsam agieren? Es muss uns darum gehen, gemeinsam etwas Zukunftsfähiges zu schaffen. Die CDU wird Visionen entwickeln und sie den Bürgern nahe bringen.“ Manfred Irgens sieht auch Heidgraben, Moorrege und Groß Nordende als Teile dieser Region, die in die „machbaren Zukunftsvisionen“ eingebunden werden sollten.

Sylvia Kaufmann