Stadtverband Tornesch

1. Was werden die größten Herausforderungen sein, die 2013 in Tornesch zu bewältigen
sind?


Tornesch ist in seiner jüngeren Geschichte durch den idealen Verkehrsstandort zwischen Eisenbahn
und Autobahn gewachsen. Diese Chance haben wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten genutzt
und müssen nun für die Zukunft die richtigen Aufgaben stellen, damit wir uns weiterhin in dieser
günstigen Lage fortentwickeln können.
Ein ganz wichtiges Thema im kommenden aber auch in den folgenden Jahren ist es daher, die
Infrastruktur in Tornesch auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Dieses betrifft natürlich zu einem die Entlastung unseres Straßennetzes im innerstädtischen aber auch
im Durchgangsverkehr. Ein wesentliches Ziel hierbei muss es sein, Uetersen und die
Umlandgemeinden durch einen verbesserten ÖPNV schneller an den Bahnhof anzubinden und somit
eine Entlastung der Verbindungsstraßen zu erreichen.
Ein ganz entscheidender Teil unserer Arbeit wird zum anderen auch der weitere Ausbau der
Zugverbindungen von und nach Hamburg sein. Die Autobahn ist bereits jetzt an der Kapazitätsgrenze
angelangt und durch den Ausbau der BAB 7 in den kommenden Jahren wird es hier mit Sicherheit
auch keine Verbesserung geben.
Neben dem Verkehr gilt es aber auch die Infrastruktur im Bereich Energie und Kommunikation weiter
zu verbessern und nach den neuesten Erkenntnissen und Anforderungen auszubauen. So müssen
zum Beispiel die Wasser- und insbesondere die Abwasserversorgungen an das veränderte,
ökologische Nutzerverhalten schrittweise angepasst werden. Aber auch bei der Kommunikation muss
Tornesch weiter am Ball bleiben. Kommunikations- und Informationskanäle wie Internet, Fernsehen,
Telefon und mobile Anwendungen werden auch in Zukunft für den Alltag unserer Bürger unabdingbar
sein. Leistungsfähige und schnelle Netze müssen für alle zugänglich und nutzbar sein.

2. Sollte sich das Land Schleswig-Holstein angesichts der angespannten Haushaltslage
weiterhin elf Landkreise und drei Kreisfreie Städte leisten?


Die Entscheidung für oder gegen eine Zusammenlegung sollte nicht nur aus finanzpolitischen sondern
vielmehr aus strukturellen Gegebenheiten erfolgen. Es ist sicherlich sinnvoll Aufgaben an die
Kommunen abzugeben und einige wichtige Entscheidungen direkt vom Land treffen zu lassen.
Die Zusammenlegung von Kreisen ist im Zuge einer strafferen Verwaltungseinheit aber nur dann
zweckmäßig, wenn die Fusionen den Anforderungen der jeweiligen Regionen gerecht werden. Die
Ansprüche und Gegebenheiten sind hier im Wirtschaftsraum um Hamburg ganz andere als im Norden
zwischen Kiel und Husum. Grundsätzlich sprechen wir uns langfristig für die Schaffung eines
Nordstaates mit größeren Verwaltungseinheiten aus.

3. Wenn Sie sich von Aufgaben in der städtischen Verwaltung trennen müssten, welche
sollten diese sein?


Welches Personal für welche Aufgaben in der Verwaltung im Einzelnen benötigt wird, kann am besten
die Führungsmannschaft der Verwaltung beurteilen. Der Bürgermeister bekommt von uns aber immer
wieder den Hinweis, beim Personalausbau mit Augenmaß und Weitblick zu agieren. Gleichwohl gibt
es sicherlich Potenzial zur Optimierung von internen Prozessen durch neue DV-Anlagen und
Bürotechniken. Wenn man die Verwaltung insgesamt betrachtet, bieten sicherlich der Bauhof und der
interne Reinigungsdienst Möglichkeiten für Veränderungen – perspektivisch können hier die meisten
Aufgaben an andere außenstehende Unternehmen abgegeben werden.

4. Wenn Sie ungeachtet des Budgets ein Wunschprojekt in Tornesch realisieren könnten,
welches wäre es und warum?


Wir orientieren unsere Politik nicht an Wünschen, die sich nicht bezahlen lassen können. Bei allen
Entscheidungen achten wir auf die Finanzierbar- und Nachhaltigkeit. Aber ein großes Interesse ist es
für uns, den Sportvereinen die jeweilige Heimat zu geben, die sie für ihr Angebot benötigen. Hierbei ist
es wichtig, dass auch die schon viel zu lange dauernde Diskussion um eine Tennishalle ein Ende
findet und der TCT endlich eine Spielstätte für den Winter bekommt.
5. Was sind Ihre persönlichen Vorsätze für das neue Jahr?
Wir wollen die Kommunalwahl sowie die Bundestagswahl gewinnen. Es ist daher unser größtes
Anliegen, die Einwohner bei der Entwicklung von Tornesch mitzunehmen und ihnen zu zeigen, dass
die Zukunft von Tornesch nur mit einer starken CDU zu schaffen ist.

 

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