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Jahrelang hat die Stadt Tornesch an Eltern, deren Kinder eine KiTa oder anerkannte Tagesmutter besuchen, mit einem monatlichen Betrag finanziell entlastet. Gegen Ende der vergangenen Wahlperiode wurde der KiTa-Taler im Elementarbereich hingegen mit der absoluten Mehrheit der SPD im Hauruckverfahren abgeschafft.

Zum 1. August sind die Elternbeiträge in den Tornescher Kindertagesstätten nun erneut gestiegen. Für einen Elementarplatz (acht Stunden Betreuung am Tag) zahlen Eltern seit dem 1. August 2018 einen monatlichen Beitrag von 304,- Euro. Hinzukommen in der Regel Kosten in Höhe von 58,- Euro monatlich für die Teilnahme am Mittagstisch. Bei Nutzung von Früh- oder Spätdienst fallen weitere Gebühren für die Eltern an.

Der KiTa-Taler im Elementarbereich belief sich zuletzt bei einer Nutzung der Ganztagesbetreuung pro Tag auf 43,- Euro monatlich. Das sind pro Jahr 516,- Euro, die aktuell dem Haushalt einer Familie durch den Wegfall des KiTa-Talers fehlen.

Dazu äußert sich Justus Schmitt wie folgt: „Die monatlichen Gebühren für einen KiTa-Platz sind sehr hoch. Auch wenn die Kinder eine qualitativ gute Betreuung erhalten, kommt dieses im Gegenzug Eltern teuer zu stehen. Hier müssen wir eine Entlastung schaffen.“

Aus Gesprächen mit betroffenen Eltern wissen die Christdemokraten, dass sich einige Familien die Frage stellen, ob es wirtschaftlich mehr Sinn ergebe die Kinder selbst zu betreuen anstatt arbeiten zu gehen und dann vom zusätzlichen Einkommen die KiTa-Gebühren zahlen zu müssen.

Zur Förderung junger Familien plädiert die CDU nun für eine Wiedereinführung des KiTa-Talers.

Im Rahmen der Haushaltsberatungen soll für das Jahr 2019 nun auf Antrag der CDU der nächste Ausschuss für Jugend und Bildung die Höhe des KiTa-Talers beraten.

Da aktuell geplant ist, die KiTa-Finanzierung auf Landesebene noch in dieser Legislaturperiode neu zu regeln und im Zuge dessen eine Reduzierung der Elternbeiträge zu erwarten ist, soll der KiTa-Taler bis zu dieser Neuregelung befristet werden.

 

Familie und Kinder CDU Kita Taler

„Kostenfreies WLAN an öffentlichen Plätzen“, so lautete die Forderung von CDU und Junge Union im Kommunalwahlkampf. Nun wird der Wunsch der Christdemokraten trotz leerer Kassen beflügelt. Denn aus Brüssel winkt Geld. Insgesamt 120 Millionen Euro stehen im Haushalt der Europäischen Union (EU) bis 2020 für die Finanzierung von Geräten für kostenlose, öffentliche Wi-Fi-Dienste zur Verfügung. Ab dem 7. November können sich Kommunen aus ganz Europa um Mittel aus diesem Topf bewerben, die nach dem Windhundprinzip verteilt werden. Die schnellsten 2.800 Städte und Gemeinden erhalten jeweils einen 15.000-Euro-Gutschein, den sie anderthalb Jahre lang für die Einrichtung von Wi-Fi-Hotspots im öffentlichen Raum nutzen können. Diese Chance sollte sich Tornesch nach Vorstellungen von Daniel Kölbl nicht entgehen lassen: „Wir müssen auch auf kommunaler Ebene die Digitalisierung mutig vorantreiben. Gerade im Bahnhofsumfeld könnten Pendler von einem öffentlichen WLAN profitieren.“ Zu einer attraktiven Innenstadt gehöre laut dem Tornescher CDU Stadtverbandsvorsitzenden außerdem ein leistungsfähiges, öffentliches WLAN.

Auch die CDU Uetersen begrüßt die Initiative für öffentliche Hotspots. „Mit einem kostenfreien, öffentlichen WLAN würde unsere Fußgängerzone aufgewertet werden“, betont Alexander Böhm, Stadtverbandsvorsitzender der CDU Uetersen.

Unterstützt werden die beiden CDU Stadtverbände von der Jungen Union. Deren Vorsitzende, Julie Da Ronch, erklärt: „Für Jugendliche hat eine schnelle und frei verfügbare Internetverbindung einen hohen Stellenwert, um unterwegs Filme zu streamen, Musik zu hören oder mit Freunden zu kommunizieren.“ Daher freue sich die Nachwuchspolitikerin, dass die EU für die Wi-Fi-Dienste vorgebe, die schnellste am Massenmarkt erhältliche Internetverbindung zu nutzen und das WLAN so auszustatten, dass mindestens 50 Nutzer gleichzeitig ohne Leistungsabfall zugreifen können.

 

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 Seit nunmehr 100 Tagen ist Sabine Kählert im Amt als Bürgermeisterin von Tornesch. Zeit auch für die CDU vor Ort einen Blick auf dieses typische Zeitfenster für neue Führungskräfte zuwerfen.

„Eine neue (Führungs-) Position anzutreten, bringt immer auch viele Herausforderungen mit sich.“ weiß Fraktionssprecher Christopher Radon aus eigener beruflicher Erfahrung zu berichten. Wichtig dabei ist es, die ersten 100 Tage viel zuzuhören, sich zu orientieren und zu fokussieren. Aus Sicht der Christdemokraten gelingt dieses der neuen Bürgermeisterin sehr gut. „Sabine Kählert ist im Austausch mit uns sehr aufmerksam und fragt nach unseren Sichtweisen und Gedanken. Aber auch mit anderen Vereinen und Verbänden sowie den Tornescher Unternehmen hört Sabine Kählert genau hin.“ stellt Radon positiv fest.

Der Bürgermeisterwahlkampf ist nicht ganz ohne Spannungen zwischen uns, unserem Kandidaten und Sabine Kählert verlaufen. Doch dieses gehört für die Vertreter der CDU Tornesch auch zu einem sportlichen Wettkampf dazu. Und so gehörten der Vorsitzende des Stadtverbandes Daniel Kölbl und Christopher Radon auch zu den ersten Gratulanten. „Wir haben uns an dem Abend in die Hand versprochen, dass wir miteinander für Tornesch arbeiten wollen und die Spannungen nun hinter uns lassen wollen“, fasst Radon den kurzen Austausch am Wahlabend zusammen. Das funktioniert aus Sicht der Christdemokraten aktuell recht gut.

Insgesamt bewertet die CDU die Zusammenarbeit als konstruktiv und weitestgehend harmonisch. Frau Kählert hat sich aus Sicht der CDU schnell in ihre Aufgabe als Bürgermeisterin eingefunden und geht die Dinge pragmatisch an. Positiv wird gesehen, dass die Bürgermeisterin zudem nach innen wirkt: „Der Umbau im Rathaus ist gut und motivierend für die Mitarbeiter und auch für Besucher des Rathauses wird es zukünftig angenehmer.“ Dass es in den vergangenen Wochen an manchen Stellen in der Zusammenarbeit noch geruckelt hat, ordnen die Christdemokraten als eine ganz natürliche Entwicklung und Lernphase für alle Seiten ein.

„Wir sehen der weiteren Zusammenarbeit positiv entgegen und freuen uns darauf, mit Frau Kählert zusammen die vielen angeschobenen Dinge zu Ende zu bringen, neue Projekte zu beginnen und Tornesch damit noch weiter lebens- und liebenswerter zu gestalten“ so Radon zur Aussicht auf die kommenden fünfeinhalb Jahre.

 

Sabine Kaehlert Foto by Jan Schoenstedt 

Foto: Jan Schönstedt, SHZ

Ein Jahr ist es her, dass die CDU Tornesch anlässlich des 500. Luther-Jubiläums die Forde-rung nach der Etablierung des Reformationstages als ständigen Feiertag öffentlich unter-stützt hat. „Damals gab es viel Zuspruch, aber auch viele belächelnde Kommentare, dass die Forderung sowieso nie umgesetzt werden würde“, erinnert sich CDU Stadtverbandsvor-sitzender Daniel Kölbl. Nun sieht die Welt zur Freude des Christdemokraten anders aus. Die Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen haben dieses Jahr den Reformationstag als festen Feiertag ausgerufen. Schleswig-Holstein hat damit nun zehn ge-setzliche Feiertage und holt gegenüber Spitzenreiter Bayern auf, wo es 13 Feiertage inklusi-ve Mariä Himmelfahrt gibt.

Vor einem Jahr forderte die CDU jedoch nicht nur einfach einen zusätzlichen freien Tag, son-dern Daniel Kölbl betonte auch die gesellschaftliche Verantwortung, die mit der Anerkennung des Reformationstages als gesetzlicher Feiertag einhergeht: „Unsere christlichen Feiertage dienen auch dazu, sich auf den feierlichen Anlass zu besinnen.“ Diese Forderung wird nun von der Jungen Union konkretisiert. Die Stadtverbandsvorsitzende der Jungen Union Torne-sch-Uetersen, Julie Da Ronch, erklärt: „Wir appellieren an die Relevanz der christlichen Werte für unsere Gesellschaft. Mit der Einführung des Reformationstages als „echten“ Feier-tag setzt Schleswig-Holstein ein Zeichen für die Relevanz dieser Werte in unserer Gesell-schaft.“

Vor mittlerweile über 500 Jahren hat Martin Luther durch das Anschlagen der 95 Thesen einen Wandel in der Gesellschaft bewirkt: Dem einfachen Volk wurde durch die Übersetzung der Bibel ins Deutsche die Möglichkeit gegeben, an dem christlichen Glauben und dem Got-tesdienst aktiv teilzunehmen. Mit Luthers Einsicht, dass allein Gott dem Menschen seine Sünden vergäbe, revolutionierte er den christlichen Glauben. Dieses Ereignis gilt als Auslö-ser für die Ablösung von der katholischen Kirche und als Grundstein des evangelischen Glaubens.
Dazu äußert sich Julie Da Ronch: „Wir Protestanten sollten gerade diesen Feiertag nutzen, um uns auf unseren Glauben und die Bedeutung der christlichen Werte zu besinnen, die wir vertreten. Und dazu muss man nicht zwangsweise in die Kirche gehen oder einen Gottes-dienst besuchen!“

 

(Bild: © Smetek für DIE ZEIT | von ZEIT online)

Es gab viel zu diskutieren: Das Theater um den Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, die Flüchtlingspolitik, die Umfragekrise der Volksparteien und vieles mehr.

Die Führung des Tornescher CDU-Stadtverbands hatte zu einem neuen Angebot für Mitglieder eingeladen: Hintergrundgespräche beim gemütlichen Essen. Gast war Michael von Abercron, CDU-Bundestagsabgeordneter des Kreises Pinneberg.

Abercron kündigte an, bei der Abstimmung über den Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nicht für Volker Kauder stimmen zu wollen. Die Fraktion benötige eine neue Führung. Abercron, der unter anderem im Agrarausschuss tätig ist, lobte zudem Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU): Die Tochter einer Winzerfamilie verstehe viel von der Materie. Aus der Mitgliedschaft gab es unter anderem Beiträge und Fragen zum Agieren der Spitzen der Großen Koalition, dem Verhältnis von CDU und CSU, der politischen Situation in den neuen Bundesländern. 

Daniel Kölbl, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands, war mit der ersten Veranstaltung dieser Art zufrieden: „Das war sehr interessant und hat Spaß gemacht.“

 

 

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