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In den zurückliegenden Monaten hat die Junge Union Tornesch-Uetersen vermehrt eine bessere Busanbindung von Uetersen zum Bahnhof Tornesch angemahnt und auch den innerörtlichen Busverkehr in Tornesch in Frage ge- und ausbaufähig dargestellt. Die CDU Tornesch greift dieses Thema nun auf und bringt es nach den Herbstferien in die politischen Gremien ein.

Der Busverkehr ist ein wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur

Der Bus ist das einzige öffentliche Verkehrsmittel, womit Schüler, Pendler und Senioren zwischen Tornesch und Uetersen reisen können. Wer kein eigenes Auto besitzt, die Umwelt schonen möchte, krankheitsbedingt oder witterungsbedingt nicht mehr mit dem Fahrrad fahren kann oder keinen geeigneten Parkraum an seinen Zielorten findet, ist auf die eine bedarfsgerechte Busverbindung angewiesen.

Von der Busverbindung hängt es somit ab, ob Schüler pünktlich zur Schule kommen, Pendler ihren Anschlusszug rechtzeitig erreichen, wie weit der Wohnort von der nächsten Bushaltestelle entfernt ist und wie viel Zeit der tägliche Arbeits- und Schulweg in Anspruch nimmt.

Insbesondere in den Wintermonaten wird deutlich, wie wichtig eine gut geplante Busverbindung zwischen Tornesch und Uetersen ist. Täglich sind etliche Schüler aus Uetersen, Tornesch und Heidgraben auf dem Schulweg genauso von der Busverbindung abhängig wie Senioren die beim Einkauf oder Arztbesuch altersbedingt nur noch kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen können. Ebenso nutzt eine Vielzahl an Studenten und Berufspendlern aus Uetersen die Busanbindung zum Tornescher Bahnhof. Der Busverkehr ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil der örtlichen Infrastruktur.

Veränderte Rahmenbedingungen erfordern Anpassungen beim Busverkehr

Viele der Kriterien, an die der Busverkehr abgestimmt werden muss, haben sich in den letzten Jahren gewandelt. Es sind neue Wohn- und Industriegebiete hinzugekommen. Der Sportplatz in Tornesch und weitere zentrale Einrichtungen wurden verlagert. Das Bahn- und Schulangebot hat sich geändert und mit einer K22 ergäben sich ganz neue Verkehrswege. 

Da unter anderem diese Rahmenbedingungen neben den finanziellen Mitteln maßgeblich bei der Konzeption des aktuellen Busverkehrs waren, ist die logische Schlussfolgerung, dass bei veränderten Rahmenbedingungen der Busverkehr angepasst werden muss.

Das Busangebot neu denken

Gerade weil sich in den letzten Jahren so viel in Tornesch und Uetersen entwickelt hat und die Ausgestaltung einer Buslinie mit Ihren Fahrzeiten und –strecken sehr komplex ist, muss der Busverkehr zwischen Tornesch und Uetersen als Ganzes auf den Prüfstand gestellt werden. Während viele Verbesserungsvorschläge einzeln betrachtet nur schwierig umgesetzt werden können, weil sich dadurch beispielsweise die Fahrzeit leicht erhöhen würde, bestimmte Anschlüsse nicht erreicht werden könnten, Lenk- und Ruhezeiten überschritten würden, bietet eine ganzheitliche Überprüfung eine höhere Wahrscheinlichkeit mehrere Verbesserungsvorschläge in das Busangebot zu integrieren.

Die CDU bringt aus den oben genannten Gründen im kommenden Umweltausschuss einen Beschlussvorschlag ein, der die Stadt Tornesch beauftragt, zusammen mit Uetersen und der zuständigen Verkehrsgesellschaft, das Busangebot Uetersen und Tornesch unter Annahme der Fertigstellung der K22 in seinen Grundzügen zu überprüfen und zu überplanen.

Es sollen dabei zwei neue Fahrplanvorschläge ausgearbeitet werden.

  1. Beim ersten Vorschlag soll das neue Fahrangebot gegenüber dem bestehenden Fahrangebot mindestens kostenneutral gestaltet werden.
  2. Im zweiten Vorschlag dürfen die Kosten um bis zu 100.000,- Euro/jährlich steigen.

Dabei sollen seitens der Verkehrsgesellschaft folgende Wünsche mit abnehmender Priorität berücksichtigt werden:

  1. Eine Direktverbindung zwischen Tornesch und Uetersen zu Stoßzeiten (sofern eine Reaktivierung der Bahnstrecke Tornesch-Uetersen nicht möglich sein sollte).
  2. Anschluss neuer Stadt-, Neubau- und Industriegebiete an den Busverkehr (zum Beispiel Pastor-Boldt-Straße/Hochfeldstraße/Tornescher Rathaus, Esingen, Am Moor und das Torneum sowie das anliegende Industriegebiet) ggf. unter Einrichtung eines Busses auf Abruf mit variabler Streckenführung und Fahrkostenaufschlag. Ein Bus auf Abruf kann vor allem für Randgebiete oder zu Uhrzeiten mit geringer Nachfrage geeignet sein.
  3. Eine verstärkte Taktung der Busse zu den Schulzeiten, damit die Fahrzeiten besser auf die Unterrichtszeiten und die Bahnhalte abgestimmt werden können.
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