Drucken

Den großen Wurf haben sich die Christdemokraten vom Verkehrsentwicklungsplan (VEP) ohnehin nicht versprochen. „Dazu wurde von Anfang an der falsche Ansatz gewählt“ ärgert sich Christopher Radon, Fraktionssprecher der CDU. „Die K22 aus allen Betrachtungen herauszulassen, obwohl diese eine erhebliche Entlastung der Innenstadt bringen wird, trifft auf Unverständnis in den Reihen der Tornescher CDU.“ Auch, dass im Wesentlichen nur der Durchgangsverkehr betrachtet, aber dem Quellverkehr keinerlei Beachtung geschenkt wurde, können sie nicht nachvollziehen.

Dennoch will die CDU die wesentliche Aussagen des VEP anerkennen und zur Umsetzung bringen.

So haben sich die Christdemokraten schon frühzeitig für den vorgestellten Rechtsabbieger an der Esinger Straße ausgesprochen und hoffen hier auf das Urteil der Fachplaner. Dieses besagt, dass die Kreuzung mit dem Bau des Rechtsabbiegers Entlastung auf allen Zuführungen zur Kreuzung finden wird. „Städtebaulich wirkt sich der Rechtsabbieger, der die Esinger Straße an seiner Mündung um eine Spur verbreitert, sicherlich nicht gerade harmonisch aus, befürchtet Radon, doch sind wir nun einmal die Stadt mit dem hochfrequentierten Bahnhof und der Anbindung an die BAB.

Dass die Auffahrt auf die BAB 23 Richtung Hamburg verschwenkt werden soll, ist ein Anliegen, welches die Politik in Tornesch bereits seit Jahren immer wieder aufbringt. Durch den geplanten sechsspurigen Ausbau der BAB 23 ist die Hoffnung auf die Realisierbarkeit in die Nähe gerückt. Die Christdemokraten wollen sich nun dafür einsetzen, dass diese Maßnahme in der Gesamtausführung des BAB-Ausbaus vorgezogen wird und nicht noch zehn Jahre auf sich warten lässt.

Die CDU hält die Aktivierung der Bahnverbindung von Uetersen nach Tornesch für eine zukunftsorientierte Lösung. Die Bewertung des VEP beruht auf 20 Jahre alten Kostenschätzung, heute sind neue und günstigere Technologien verfügbar. Diese Bahnverbindung wird zu einer erheblichen Entlastung des Kfz-Verkehrs zwischen Uetersen und Tornesch führen und die Kapazitäten im Parkraum um den Bahnhof nachhaltig entlasten. Es ist längst überfällig, dass das Land die Realisierbarkeit und die Wirtschaftlichkeit einer Reaktivierung der Stadtbahn prüft. Hinsichtlich der technischen Umsetzung, ob es eine Straßenbahn oder ein Bus auf Schienen wird, zeigen sich die Christdemokraten offen. Wichtig sei jedoch eine geräuscharme Lösung. Eine Elektrifizierung der Strecke durch Akkutechnik hätte zudem positive Auswirkungen auf die Umwelt.

Ein Problem bei der Überquerung der Kreuzungen sehen die Christdemokraten nicht. „in großen Städten wie Berlin oder München werden deutlich größere Kreuzungen als in Tornesch innerhalb von wenigen Sekunden überquert, ohne dass es zu einem Verkehrschaos kommt.“, hält Christopher Radon fest.

„Einen Ausbau der Gleisanlagen als Radschnellweg lehnen wir kategorisch ab. Wenn die Trasse erstmal aus der Nutzung genommen ist, kommt diese auch nicht wieder“ ist sich Radon sicher. Das sture geradeausfahren ist für die Christdemokraten auch wenig attraktiv und wenn es regnet steigen die Radfahrer nach Ansicht der CDU wieder ins Auto und die gewünschte Entlastung ist dahin. „Vielmehr sollten die vorhandenen Radwege entlang der Uetersener Straße und des Hebbelwegs auf Uetersener Seite so verändert werden, dass Radfahrer gefahrlos und ohne Mühe diesen Abschnitt befahren können.

Mit einer lauten und starken Stimme werden die Tornescher Christdemokraten auch für die Untertunnelung der Bahntrasse in Prisdorf werben. Die Länge der Schließzeiten ist für sie in der heutigen Zeit nicht mehr akzeptabel.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok