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Wie kann auf kommunalpolitischer Ebene die gesellschaftliche Teilhabe von Senioren und sozial benachteiligten Menschen in Tornesch sichergestellt und wie können deren Lebensumstände aufgewertet werden? Zu dieser Fragestellung lud die CDU Tornesch unter ihrem Stadtverbandsvorsitzenden Daniel Kölbl örtliche Vereine, Verbände und Organisationen, die sich mit Senioren- und Sozialarbeit befassen, zu einer Gesprächsrunde in das Café Kleiner Friedrich ein.

Gleich zu Beginn der Gesprächsrunde lobte Daniel Kölbl das hiesige Engagement der Teilnehmer, unter denen sich insgesamt 17 Vertreter der Kirche, der AWO, der Paritätischen Pflege SH, des DRKs, des Sozialverbandes, des Bundes der vertriebenen Deutschen, des Seniorenbeirates, des Stammtisches Ü60 Aktiv sowie Tornescher Senioren befanden: „In Tornesch wird ehrenamtlich viel für Senioren und sozial benachteiligte Menschen geleistet. Ohne Ihr Engagement wäre unsere Gesellschaft ein bedeutendes Stück ärmer.“

„Durch Ihre tägliche ehrenamtliche Arbeit, bekommen Sie mit, wo vor Ort der Schuh drückt. Dieses Wissen ist für uns als Kommunalpolitiker wertvoll, damit wir unsere Senioren- und Sozialpolitik eng an den örtlichen Bedürfnissen ausrichten können,“ leitete Daniel Kölbl in die Diskussion ein und überließ in dem anstehenden über einstündigen Austausch vorrangig den Ehrenamtlichen und Senioren das Wort.

In vorweihnachtlicher Stimmung hatten viele der Teilnehmer, sinnbildlich einen vollgeschriebenen Wunschzettel an die Politik mitgebracht. So bestehe der Wunsch nach einer Anbindung weiterer Tornescher Stadtgebiete an den Busverkehr – beispielsweise durch einen Bus auf Abruf – damit Senioren auch ohne Auto und bei schlechtem Wetter ihre Einkäufe und Arztbesuche erledigen könnten. Für die Tage mit gutem Wetter würden mehr Sitzbänke im Tornescher Stadtgebiet gewünscht. Zudem solle es mehr Fahrradständer vor Tornescher Geschäften geben und bei den bestehenden Fahrradständern müsste der Zustand so verbessert werden, dass die Fahrräder nicht ständig umfallen oder sich ineinander verhaken. Sind die Senioren mal mit der Bahn unterwegs, wünschten sie sich einen Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn und eine bessere Platzierung des bestehenden Fahrkartenautomaten, damit zum Lösen einer Fahrkarte nicht immer das ganze Gleis abgegangen werden müsse. Zudem sollten die Toiletten am Bahnhof, die bisher unzumutbar seien, neu hergerichtet werden. Denn viele ältere Menschen nähmen Entwässerungstabletten ein und benötigten deswegen eine schnell auffindbare Toilette im Ortszentrum. Darüber hinaus wäre eine zusätzliche soziale Begegnungsstätte – zum Beispiel in Form eines Cafés – im Tornescher Zentrum wünschenswert, wo Senioren im Sommer draußen Kaffee trinken könnten. Für einen bereits bestehenden sozialen Treffpunkt, dem POMM 91, sollte die Ausschilderung verbessert werden. Aus sozialen Gesichtspunkten sei außerdem eine Überarbeitung der Straßenausbausatzung anzuregen, da viele Anlieger die hohen Straßenausbaubeiträge nicht auf einmal zahlen könnten.

Auf Freude stieß bei den Gesprächsteilnehmern, dass die Pflasterung vor dem POMM 91 auf Initiative der CDU nun endlich neu hergerichtet wurde. Im vergangenen Jahr hatte die CDU mit ihrem Antrag dafür gesorgt, dass Haushaltsmittel für die neue Pflasterung vor dem POMM 91 bereitgestellt wurden. Nichtsdestotrotz gebe es noch viele Stellen in Tornesch, die nicht barrierefrei seien. Dazu würden unter anderem der zu enge Fußweg vor der Sparkasse Südholstein, der zu hohe Kantstein beim Ampelübergang vor dem AWO Wohn- und Servicezentrum sowie der marode Fußweg zwischen ehemaliger Post und Cecilien-Burg gehören.

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Daniel Kölbl notierte fleißig die Verbesserungsvorschläge und versprach am Ende der Gesprächsrunde: „Ich nehme heute sehr viele wertvolle Ideen mit. Allerdings kann ich Ihnen nicht das Blaue vom Himmel versprechen und sagen, dass wir alle Vorschläge in den nächsten Monaten sofort umsetzen werden. Vielmehr werden wir im nächsten Schritt jeden einzelnen Ihrer Vorschläge innerhalb der CDU beraten und diskutieren. Anschließend laden wir Sie wieder ein und informieren Sie, inwieweit wir Ihre Verbesserungsvorschläge politisch umsetzen werden.“ Abschließend dankte Daniel Kölbl den Ehrenamtlichen und Senioren für ihre konstruktive Teilnahme an der Gesprächsrunde und wünschte allen eine besinnliche Weihnachtszeit.

 

 

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