Ein Jahr ist es her, dass die CDU Tornesch anlässlich des 500. Luther-Jubiläums die Forde-rung nach der Etablierung des Reformationstages als ständigen Feiertag öffentlich unter-stützt hat. „Damals gab es viel Zuspruch, aber auch viele belächelnde Kommentare, dass die Forderung sowieso nie umgesetzt werden würde“, erinnert sich CDU Stadtverbandsvor-sitzender Daniel Kölbl. Nun sieht die Welt zur Freude des Christdemokraten anders aus. Die Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen haben dieses Jahr den Reformationstag als festen Feiertag ausgerufen. Schleswig-Holstein hat damit nun zehn ge-setzliche Feiertage und holt gegenüber Spitzenreiter Bayern auf, wo es 13 Feiertage inklusi-ve Mariä Himmelfahrt gibt.

Vor einem Jahr forderte die CDU jedoch nicht nur einfach einen zusätzlichen freien Tag, son-dern Daniel Kölbl betonte auch die gesellschaftliche Verantwortung, die mit der Anerkennung des Reformationstages als gesetzlicher Feiertag einhergeht: „Unsere christlichen Feiertage dienen auch dazu, sich auf den feierlichen Anlass zu besinnen.“ Diese Forderung wird nun von der Jungen Union konkretisiert. Die Stadtverbandsvorsitzende der Jungen Union Torne-sch-Uetersen, Julie Da Ronch, erklärt: „Wir appellieren an die Relevanz der christlichen Werte für unsere Gesellschaft. Mit der Einführung des Reformationstages als „echten“ Feier-tag setzt Schleswig-Holstein ein Zeichen für die Relevanz dieser Werte in unserer Gesell-schaft.“

Vor mittlerweile über 500 Jahren hat Martin Luther durch das Anschlagen der 95 Thesen einen Wandel in der Gesellschaft bewirkt: Dem einfachen Volk wurde durch die Übersetzung der Bibel ins Deutsche die Möglichkeit gegeben, an dem christlichen Glauben und dem Got-tesdienst aktiv teilzunehmen. Mit Luthers Einsicht, dass allein Gott dem Menschen seine Sünden vergäbe, revolutionierte er den christlichen Glauben. Dieses Ereignis gilt als Auslö-ser für die Ablösung von der katholischen Kirche und als Grundstein des evangelischen Glaubens.
Dazu äußert sich Julie Da Ronch: „Wir Protestanten sollten gerade diesen Feiertag nutzen, um uns auf unseren Glauben und die Bedeutung der christlichen Werte zu besinnen, die wir vertreten. Und dazu muss man nicht zwangsweise in die Kirche gehen oder einen Gottes-dienst besuchen!“

 

(Bild: © Smetek für DIE ZEIT | von ZEIT online)

 

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