„Kostenfreies WLAN an öffentlichen Plätzen“, so lautete die Forderung von CDU und Junge Union im Kommunalwahlkampf. Nun wird der Wunsch der Christdemokraten trotz leerer Kassen beflügelt. Denn aus Brüssel winkt Geld. Insgesamt 120 Millionen Euro stehen im Haushalt der Europäischen Union (EU) bis 2020 für die Finanzierung von Geräten für kostenlose, öffentliche Wi-Fi-Dienste zur Verfügung. Ab dem 7. November können sich Kommunen aus ganz Europa um Mittel aus diesem Topf bewerben, die nach dem Windhundprinzip verteilt werden. Die schnellsten 2.800 Städte und Gemeinden erhalten jeweils einen 15.000-Euro-Gutschein, den sie anderthalb Jahre lang für die Einrichtung von Wi-Fi-Hotspots im öffentlichen Raum nutzen können. Diese Chance sollte sich Tornesch nach Vorstellungen von Daniel Kölbl nicht entgehen lassen: „Wir müssen auch auf kommunaler Ebene die Digitalisierung mutig vorantreiben. Gerade im Bahnhofsumfeld könnten Pendler von einem öffentlichen WLAN profitieren.“ Zu einer attraktiven Innenstadt gehöre laut dem Tornescher CDU Stadtverbandsvorsitzenden außerdem ein leistungsfähiges, öffentliches WLAN.

Auch die CDU Uetersen begrüßt die Initiative für öffentliche Hotspots. „Mit einem kostenfreien, öffentlichen WLAN würde unsere Fußgängerzone aufgewertet werden“, betont Alexander Böhm, Stadtverbandsvorsitzender der CDU Uetersen.

Unterstützt werden die beiden CDU Stadtverbände von der Jungen Union. Deren Vorsitzende, Julie Da Ronch, erklärt: „Für Jugendliche hat eine schnelle und frei verfügbare Internetverbindung einen hohen Stellenwert, um unterwegs Filme zu streamen, Musik zu hören oder mit Freunden zu kommunizieren.“ Daher freue sich die Nachwuchspolitikerin, dass die EU für die Wi-Fi-Dienste vorgebe, die schnellste am Massenmarkt erhältliche Internetverbindung zu nutzen und das WLAN so auszustatten, dass mindestens 50 Nutzer gleichzeitig ohne Leistungsabfall zugreifen können.

 

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